ReferentInnen

KENIA | Samuel Odhiambo Odinga
Samuel Odhiambo Odinga wurde als sechstes von neun Kindern geboren. Nachdem dem Tod seines Vaters floh die Mutter mit ihren Kindern nach Nairobi, um eine bessere Zukunft zu haben. Dort lebten sie jedoch in einem Slum. Odigna erzählt von Schmerz, Freude und Verwirrung in einer Umgebung von Drogen, Kriminalität und Prostitution im Mukuru Kayaba Slum. Ein Bildungsstipendium der Sisters of Mercy veränderte sein Leben positiv. Er will mit seinem Lebensweg zeigen, dass jeder Mensch sein Schicksal selbst bestimmen kann. Und er betont, wie unverzichtbar die Kirche dabei ist, wenn sie sichere Orte in urbanen Zentren schafft. Das zeigt auch FECCLAHA’s, das Friedensprogramm der Sisters of Mercy, die Jugendliche, die Opfer von Gewalt und Kriminalität, aber auch Täter waren, zu Botschafter des Friedens in Mukuru und der Region macht.

DEUTSCHLAND | Almuth Schauber
Almuth Schauber arbeitet als Politikwissenschaftlerin bei Misereor. Ihr Arbeitsbereich ist die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen in den Bereichen urbaner Klimapolitik und städtischer Armut. Die Politikwissenschaftlerin war viele Jahre in Afrika tätig, seit 13 Jahren arbeitet sie vor allem mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Asien. Sie erlebt immer wieder, dass die Beantwortung der Frage: „Was braucht deine Stadt, um lebenswert für alle zu sein?“, gar nicht so einfach ist. Doch da bis 2050 etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung (2,5 Milliarden Menschen mehr als heute) in Städten leben werden, braucht es diese Antworten und Strategien; auch, weil bis zu diesem Zeitpunkt alle Städte klimaneutral sein sollten.

INDIEN | Bischof Shyamal Bose
Shyamal Bose (* 1961) ist seit Mai 2019 Koadjunktorbischof von Baruipur im Bundesstaat Westbangalen. Er wird über die gegenwärtige Situation in Indien referieren und die Gründe erläutern, warum in Indien viele Familienmitglieder über das ganze Land verstreut sind und die verbliebenen Mitglieder in den Dörfern ein Leben in Armut verbringen müssen. Oft müssen die Menschen in der Fremde ihre Sprache, ihre Kultur, ja sogar ihre Essensgewohnheiten aufgeben und die des neuen Ortes übernehmen. Er wird versuchen, die Gründe für die Migration, die Herausforderungen, denen die Menschen gegenüberstehen, und die Folgen der Migration zu erzählen.